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Alberts PistenBully 100 Park (1:12)

Letzte Änderung: 15. Okt. 2018

Als kleinen Bruder zu meinem PB400 ParkPro 4F nehme ich den Bau des neu eingeführten PB100 Park in Angriff. Die Herausforderung dabei ist, dass Karo, Fahrwerk und Anbaugeräte praktisch alles Neukonstruktionen sind, und die Kleinheit der Raupe zusätzliche Ansprüche an Ausnützung des begrenzten Platzangebotes mit sich bringt.

Das Original ist ebenfalls eine komplette Neukonstruktion und enthält als vollwertige Pistenraupe high-tech Teile der großen Brüder, wie zB 4F Abgasanlage und das neue Bedienkonzept im Cockpit.

Von der Firma Kässbohrer wurden mir dazu freundlicherweise 3D-Daten zur Verfügung gestellt, auf deren Basis ein vorbildgetreues Modell möglich ist. Ich habe übrigens seit 2007 einen Lizenzvertrag mit Kässbohrer.

Kurzer Überblick über die geplante Umsetzung:
- Fahrwerk + Ketten mit adaptierten Pistenkingteilen
- Karosserie als 3D-Druckteile
- Schild: gekantete Blechteile
- Fräse: wird eine Herausforderung...
- Hydraulik für alle Funktionen


PB100 Park im Original bei der Kässbohrer Niederlassung in Grand Junction, Colorado

Erste Skizzen für das Fahrgestell mit dem JC-Modell als Motivation

Als erstes ist immer das Fahrwerk auszulegen als Basis für die Raupe. Hier greife ich so weit wie möglich auf Teile von Pistenking zurück, und das nicht nur weil es die Sache vereinfacht, sondern weil sie tatsächlich dem Original entsprechen. Beispielsweise schaut die Kettenspannvorrichtung am Leitrad bei Pistenking gleich aus wie beim Original.

 

Allerdings kann ich den Flexwellenantrieb nicht übernehmen, weil der Krümmungsradius deutlich zu klein werden würde.

Stattdessen mache ich ein Getriebe mit Kegelrädern und Stirnräder, links ist das im CAD-Modell zu sehen. Das Getriebegehäuse wird gedruckt und sternradseitig mit gelaserten Metallteilen verstärkt.


Hier habe ich schon mal die Hydraulikkomponenten (grüne Blöcke) in der Wanne positioniert um zu prüfen, ob sie auch tatsächlich hinein passen. Vorne ist die Pumpe, in der Mitte ein 6er-Ventilblock (den ich seit der Umrüstung meines PB400 ParkPro übrig habe), und hinten ein Einzelventil.

Ende September 2018 konnte ich einen PB100 Park bei der Kässbohrer Niederlassung für die Rocky Mountains besichtigen und habe dabei fast 400 Detailfotos gemacht. Ein großes Danke an die netten Leute dort, die den PB100 extra für mich mitten auf den Hof gestellt haben.


PB100 Park im Original


Probesitzen im PB100 Park :-)

Inzwischen bin ich dabei, die Karosserieteile im CAD zu zeichnen. Davon kann ich allerdings keine Screenshots posten, weil ich bezüglich der Daten eine Geheimhaltungserklärung mit Kässbohrer unterschrieben habe.

Die ersten Teile sind angekommen: Druckteile für das Sternradgetriebe (vorne schwarz), die Sternräder, die Urform für die Laufräder, der Rahmen für den Rucksack und ein Lufteinlass sowie Kleinteile. Mir kommt vor, dass die Oberflächenqualität bei den Nylonsinterdruckteilen bei Shapeways nochmal besser geworden ist.

Die ersten Druckteile sind angekommen.


Lufteinlass aus verschiedenen Druckverfahren

Den linken Lufteinlass habe ich testhalber in zwei verschiedenen Materialen drucken lassen, um zu entscheiden, welches Material für die restlichen Karosserieteile bessser ist.
Links in grau ist ein neues Verfahren, wo das Nylonpulver mit einem Harz gebunden wird. Links in weiß ist das bekannte Lasersinter-Drucken aus Nylonpulver.

Ich kann keine wirklichen Festigkeitsunterschiede erkennen, das klassische und günstigere Verfahren bildet zudem scharfe Ecken besser ab.


Nächste Lieferung ist da: Laserteile für das Fahrgestell und Ladefläche, Zahnräder, Hydraulikpumpe

   
   

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